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Baustein des Lebens:

Embryo und Fötus

Lange bevor man Ihnen die Schwangerschaft ansieht, besitzt Ihr Baby im Bauch schon alle wichtigen Anlagen eines Menschen, es hat sogar schon eigene Emotionen.

Wettlauf um ein neues Leben

Bei der Zeugung bewegen sich viele Millionen männlicher Samenzellen auf das Ei zu. Aber nur die schnellste und kräftigste erreicht den Eileiter und durchdringt die schützende Eihülle. Wenn die Kerne von Ei und Samenzelle verschmelzen, treffen je 23 Chromosomen von Vater und Mutter aufeinander, die sich paarweise anordnen und die 46 Chromosomen des Kindes bilden. Die Chromosomen enthalten Gene, auf denen die Erbanlagen festgelegt sind.

Der Zeitpunkt der Befruchtung liegt etwa 14 Tage nach dem Beginn der letzten Regel.

Wer groß und stark werden will …

... muss kräftig wachsen. Deshalb beginnt sofort nach der Befruchtung die Zellkernteilung. Die schnell wachsende Eizelle wandert durch den Eileiter zur Gebärmutter und nistet sich in deren Schleimhaut ein.

Die Plazenta

Nachdem sich das Ei in die Gebärmutterwand eingenistet hat, bildet sich die Plazenta (Mutterkuchen) und die Entwicklung des Embryos beginnt. Die Plazenta ist über die Nabelschnur mit dem Kind verbunden und versorgt es mit Nährstoffen und Sauerstoff aus dem Blutkreislauf der Mutter. Andererseits werden Stoffwechselprodukte des ungeborenen Kindes auf diesem Wege abgeführt.

Eine weitere Aufgabe der Plazenta ist die Hormonproduktion. Das Schwangerschaftshormon HCG stimuliert zum Beispiel die Progesteron-Bildung. Das ist wichtig, damit die Gebärmutter den Embryo nicht ausstößt. Außerdem verhindert die Plazenta, gleich einem Filter, das Eindringen vieler Schadstoffe und Krankheitserreger aus dem Blutkreislauf der Mutter.

Schutz für Ihr Kind

Während das Baby in Ihrem Bauch heranwächst, stellt sich Ihr Körper ganz auf die Versorgung des Kindes ein. Vor allem die Gebärmutter nimmt bedeutend an Größe und Gewicht zu. Der Gebärmutterhals, durch den die Spermien zur Eizelle gewandert sind, ist während der Schwangerschaft mit einem Schleimpfropf verschlossen. Er verhindert, dass Keime eindringen und bewahrt so das Baby vor Infektionen.

4. - 5. Woche

Während der Embryo in den ersten Lebenswochen kaum nadelspitzengroß war, misst er im Alter von dreißig Tagen schon etwa vier Millimeter. Sein Körper zeigt jetzt bereits Ansätze für Arme und Beine, für Augen und Ohren. Auch ist schon ein plumper Kopf und ein tief eingebuchteter Mund zu erkennen. Die Entwicklung von Rückgrat, Gehirn und Nervensystem hat begonnen. Das Herz schlägt bereits und der kindliche Blutkreislauf bildet sich aus.

6. - 7. Woche

Der Kreislauf gewinnt jetzt an Bedeutung und der Embryo bildet bereits selbst rote Blutkörperchen. Es entstehen Hände, Füße und die Netzhaut der Augen. In der siebten Woche ist das Ungeborene etwa zwei Zentimeter groß.

8. - 11. Woche

Mit zwei Monaten ist der Embryo schon fast vier Zentimeter groß. Die Zellteilung erfolgt jetzt in längeren Abständen, das heißt, die Wachstumsgeschwindigkeit verringert sich. Jetzt sind alle inneren Organe (wie Lunge, Leber und Nieren) bereits vorhanden. Bei der Ultraschalluntersuchung kann der Herzschlag bereits deutlich wahrgenommen werden. Die kleinen Hände sind schon mit allen Fingern ausgestattet und auch die Fußzehen sind vorhanden. Man erkennt deutlich Nase, Lippen, Augen, Ohren sowie Ober- und Unterkiefer. Die Anlagen der Geschlechtsorgane haben sich jetzt ebenfalls schon gebildet.

12. - 15. Woche

Zwischen dem dritten und vierten Monat erreicht der Fötus eine Körperlänge von 15 Zentimeter und wird 150 Gramm schwer. Seine Gesichtszüge werden immer deutlicher und die Organe fangen an, sich gegenseitig zu steuern und zu kontrollieren. Auch die Plazenta wächst jetzt beträchtlich, damit sie dem anspruchsvollen Organismus gerecht wird.

16. - 22. Woche

Zwischen dem vierten und fünften Monat wachsen dem Baby am ganzen Körper flaumige Härchen (Lanugo). Vom fünften Monat an bildet sich auf der Haut eine weiße, cremeartige Schutzschicht, die „Käseschmiere“. Sie schützt die empfindliche Haut des Kindes vor dem Fruchtwasser. Die Reifung des Nervensystems beginnt am Ende des vierten und der Reifeprozess des Gehirns im fünften Monat. Ungefähr mit vier Monaten öffnet und schließt das Ungeborene auch schon den Mund. Dabei bekommt es ab und zu Fruchtwasser in den Mund, das es zunächst im Reflex hinunterschluckt. Später trinkt es regelmäßig Fruchtwasser und scheidet es über Niere und Blase wieder aus.

23. - 30. Woche

Das Baby ist inzwischen schon tüchtig gewachsen. Es wiegt mehr als ein Kilo und ist bis zu vierzig Zentimeter groß. Sein zentrales Nervensystem ist voll ausgebildet. Jetzt kann es Geräusche von außen wahrnehmen. Vom sechsten Monat an ist das Kind außerhalb des Mutterleibs bedingt lebensfähig.

31. - 40. Woche

Die Ultraschalluntersuchung zeigt jetzt schon ein richtiges Baby und kann sogar das Geschlecht bestimmen. Bis zur 34. Woche drehen sich die meisten Kinder von der Steiß- in die Schädel- oder Normallage, die richtige Ausgangsposition für die Geburt. Der Kopf des Babys rutscht jetzt allmählich tiefer ins mütterliche Becken. In der 39. Woche hört Babys Wachstum fast auf, es bleibt noch etwa eine Woche bis zur Geburt.

Der Embryo

Embryo heißt das Ungeborene während der ersten drei Schwangerschaftsmonate. Jetzt bilden sich die Organe aus und Gliedmaßen und Gesichtszüge formen sich. Das ungeborene Kind wird mit allen Körperteilen und Organen des „fertigen“ Menschen angelegt.

Der Fötus

Nach dem dritten Schwangerschaftsmonat wird das Ungeborene in der Fachsprache Fötus genannt. Jetzt beginnt die Zeit des Wachstums und der Reifung. Die Funktionen der winzigen Organe spielen sich aufeinander ein. Unermüdlich übt das Ungeborene die wichtigsten Bewegungsabläufe.

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