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Mutterpass

Hätten Sie´s gewusst? Der deutsche Mutterpass zählt zu den besten weltweit. Er dient in erster Linie dem behandelnden Arzt und enthält alle wichtigen Daten, die in den medizinischen Untersuchungen festgestellt werden. Die wichtigsten Angaben sind im Notfall auch für Ärzte in anderen Ländern problemlos zu verstehen – Sie sollten ihn daher immer bei sich tragen und vor allem in einen Urlaub mitnehmen.


Er ist für Ihre Gesundheit und die Ihres Kindes ein unentbehrliches Dokument. Ihr Arzt wird Ihnen sicherlich alle Ihre Fragen zum Mutterpass beantworten. Damit Sie den Mutterpass besser verstehen, sollten Sie wissen, was die medizinischen Fachausdrücke und Fremdwörter bedeuten:

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Serologische Untersuchung Das sind alle Blutuntersuchungen mit der Bestimmung der Blutgruppe und des Rhesusfaktors (Rh).
Antikörpersuchtest Dieser Test klärt auf, ob im Blut der Mutter vielleicht Antikörper gegen das Blut des Babys gebildet wurden, wenn der Rhesusfaktor bei Mutter und Baby verschieden ist.
Röteln-HAH-Test Damit wird festgestellt, ob die Mutter schon eine Rötelnerkrankung hinter sich hat. Ein positiver „Titer“ (das ist der Gehalt an Antikörpern) von z. B. 1 zu 16 heißt, dass sich die Frau keine Sorgen machen muss, ihr Körper hat genügend Wirkstoffe gebildet, um das Kind vor Missbildungen zu schützen.

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LSR Das bedeutet Lues-Such-Reaktion und ist die Untersuchung auf die bakteriellen Erreger der Syphilis im mütterlichen Blut.
HBS-Antigen-Test Fahndung nach Hepatitis B-Viren im Blut der Mutter. Der Test erfolgt nach der 32. Schwangerschaftswoche.

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Anamnese heißt Krankenvorgeschichte.
Gravida heißt die Schwangere und bezeichnet die Zahl der Schwangerschaften, wobei auch Fehlgeburten mitgezählt werden. Das Wort Pare (parere: gebären) gibt Auskunft darüber, wie viele Geburten schon stattgefunden haben.
Diabetes mellitus Erhöhte Blutzuckerkonzentration aufgrund relativem oder absolutem Insulinmangel (Hormon, das in der Bauchspeicheldrüse gebildet wird).
Hypertonie hoher Blutdruck Genetische vererbbare Krankheit
ZNS Zentralnervensystem
Rhesus-Inkompatibilität Rhesus-Unverträglichkeit
Adipositas Fettsucht
Sterilitätsbehandlung Behandlung wegen Unfruchtbarkeit
Aborte Fehlgeburten
Post partum nach der Geburt
Sectio Kaiserschnitt
Uterusoperation Operation an der Gebärmutter

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Ovulationshemmer Anti-Baby-Pille
Konzeptionstermin Termin der Empfängnis
Dauermedikation Dauernde Einnahme von Medikamenten
Abusus Missbrauch (z. B. von Medikamenten)
Placenta praevia Ungünstige Lage der Nachgeburt im unteren Teil der Gebärmutter, und zwar so, dass dadurch der Geburtsweg blockiert wird.
Hydramnion vermehrte Fruchtwassermenge
Oligohydramnie verminderte Fruchtwassermenge
Plazenta-Insuffizienz Mangelnde Funktion des Mutterkuchens (Nachgeburt), über den das Kind ernährt wird.
Isthmozervikale Insuffizienz Verschlussschwäche des Gebärmutterhalses
Anämie Blutarmut
Harnwegsinfektion Entzündung der Blase und eventuell aufsteigend in das Nierenbecken.
Indirekter Coombstest positiv Der Antikörpersuchtest ist positiv ausgefallen, d. h. man hat Antikörper gefunden.
Ödeme Ansammlung von Wasser im Gewebe
Hypertonie erhöhter Blutdruck (über 140/90)
Hypotonie niedriger Blutdruck
Gestationsdiabetes Eine in der Schwangerschaft auftretende Zuckerkrankheit.
Einstellungs-Anomalie Abweichende Kindslage in den letzten Wochen.

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Gravidogramm Tabellarische Übersicht des Schwangerschaftsverlaufes.
Fundusstand Höhenstand der Gebärmutter über dem knöchernen Becken.
Varikosis Krampfaderbildung
RR systolisch/diastolisch oberer/unterer Blutdruck
Hb (ERY) Blutfarbstoff (Hämoglobin) und Zahl der roten Blutkörperchen (Erythrozyten).
Sediment Untersuchung des Urins durch Zentri­fugieren.
Vaginale Untersuchung Untersuchung durch die Scheide
Sorophylaxe Vorsorgebehandlung gegen Scheidenpilz

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Cardiotokographischer Befund Auskunft über die kindlichen Herztöne und die Wehentätigkeit.

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Ultraschalldiagnostik Untersuchung mit Ultraschall (auch Sonographie genannt).

 

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BIP – biparietaler Kopfdurchmesser Kopfdurchmesser von Scheitelbein zu Scheitelbein gemessen
ADT – abdomino-transversaler Durchmesser Körper-Quer-Durchmesser
US-Screening Messungen mit dem Ultraschallgerät zu festgelegten Zeitpunkten.

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Apgar-Zahl Danach wird die Lebensfrische des Babys unmittelbar nach der Geburt, nach 2, 5 und noch einmal nach 10 Minuten bewertet. Beurteilt werden Bewegungen, Atemtätigkeit, Reflexe, Herzschlag und Hautfarbe.
ph-Wert Auskunft über den Säuregrad des Blutes in der Nabelarterie.
Anti-D-Prophylaxe Schutz gegen eine Rhesus-Unverträglichkeit für künftige Schwangerschaften, wenn die Mutter Rh-negativ und das Kind Rh-positiv ist.